Sonntag, 16. September 2012

BERLIN 'TIME DRIFTS - WORDS OF BERLIN' 10.-21. October 2012 Please send me your Words!

BERLIN 'TIME DRIFTS - WORDS OF BERLIN' 10.-21. October 2012 

please send your Words about 

Berlin, Potsdamer Platz, 775, Zeit 

please email to –-> wordsberlin@videogeist.de





Time Drifts - Words of BerlinAnlässlich des diesjährigen Festivals of Lights 2012 zeigt der Berliner Künstler Philipp Geist (1976) seine Videoinstallation 'Time Drifts - Words of Berlin' auf dem Potsdamer Platz im Herzen von Berlin. Die Installation visualisiert die Themen Zeit und Raum, Flüchtigkeit und Präsenz. Dabei verzichtet der Künstler auf den Einsatz von Leinwänden und projiziert Begriffe und Assoziationen auf die Bodenfläche des Potsdamer Platzes, auf Fassadenelemente und in Nebel. Über den gesamten Zeitraum der Installation werden von den Besuchern in den Potsdamer Platz Arkaden Wörter und Zitate zu den Themen Berlin, Potsdamer Platz, Zeit, Raum und Licht gesammelt. Die auf diese Weise zusammengetragenen Wörter werden dann in die Installation eingebaut. Über die Installationsdauer von 12 Tagen entsteht somit ein Wörterteppich aus Begriffen, die vor Ort von den Besuchern selbst beigesteuert werden. Geist entwickelt auf diese Weise einen Dialog zwischen dem Ort, den Besuchern und seiner künstlerischen Arbeit.

Die konkrete, greifbare Projektionsfläche der Architektur steht für die Fakten und sichtbaren Relikte, welche unser Geschichtsverständnis ausmachen. Die transparente, sich verflüchtigende Projektionsfläche im Nebel erinnert daran, dass ein Teil der Geschichte nicht konserviert werden kann und im Moment in unserer individuellen
Vorstellung entsteht. Begriffe werden als Metapher für die Vergänglichkeit kurzzeitig sichtbar und verschwinden sofort wieder. Dieses Zusammenspiel der verschiedenen Text- und Bildschichten im Raum verweist auf den Ort und die Geschichte Berlins und des Potsdamer Platzes. Die Besucher selbst sind Teil der Geschichte von Berlin: sie tauchen in die großflächige Bodenprojektion ein. Auf diese Weise vereinen sich unterschiedliche Perspektiven und Raumerfahrungen. Abstrakte Passagen, die sich aufbauen, überlagern und gegenseitig verdrängen, symbolisieren die ständigen Veränderungen in der Geschichte, den Lauf der Zeit und die Flüchtigkeit des Seins. Auch das Verständnis von der Vergangenheit ist im Fluss. Die modernen Schriften und Formationen, die am Computer entstanden sind, stellen eine Verbindung zur Gegenwart und den Möglichkeiten der heutigen Technik her und zeigen, dass die Erfahrbarkeit von Geschichte und Kultur immer von den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Gegenwart abhängig ist.

'Time Drifts - Words of Berlin' ist Teil einer Serie von Installationen, die Philipp Geist in den letzten Jahren gezeigt hat, und die dabei immer neu an die örtlichen Gegebenheiten und den Ort angepasst und weiterentwickelt wird: Im April 2012 wurde die Installation in Frankfurt auf der Luminale gezeigt, die Installation wurde von 40.000 Besuchern gesehen und war das Hauptprojekt der Luminale, 2011 zeigte Geist die Installation Time Drifts in Vancouver am Jack-Poole Plaza, ebenso wie in Montreal am Place des Arts in 2010, die Installation 'Timing' war 2009 auf dem Glow Festival in Eindhoven zu sehen. Ende 2009 sahen anlässlich des Geburtstages des thailändischen Königs ca. 2-3 Millionen Besucher seine Fassadeninstallation am königlichen Thron in Bangkok. Andere Projekte waren u.a.: 'Time Lines' am renommierten Museum delle Esposizioni (2007), 'Time Fades' am Berliner Kulturforum, 'Broken Time Lines' am alten Kurhaus Ahrenshoop (2008).

Geists Projekte sind in erster Linie gekennzeichnet durch ihre Komplexität in der Integration von Raum, Ton und Bewegbild. Seine Video-Mapping-Installationen verzichten auf Leinwände und verwandeln verschiedenste Architekturen in bewegte, malerische Lichtskulpturen, die die Wahrnehmung der Betrachter von Zwei- und Dreidimensionalität herausfordern.